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Beschreibung

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Diashow von Hohwacht

Hohwacht Informationen

Ortsentwicklung

Hohwacht, ist aus einem kleinen Ficherdorf entstanden und ist heute ein Ostseeheilbad. Wie es sich für ein Fischerdorf gehört, durchlebte der Ort in der Historie viele ereignisreiche Jahre, aber auch ruhigere Zeiten waren dabei. Hier lebte man von traditionellen Werten und von dem, was das Land und das Meer her gab. Während im Süden die Menschen fast vollständig christianisiert waren, wurden hier, in Wagrien, wie der Landstrich auch genannt wurde, immer noch die heidnischen Götter verehrt. Bis etwa zum Jahre 1135. In dieser Zeit wurde die Vorherrschaft der hier als Siedler lebenden Wenden, eine Völkergruppe des mächtigen Slawenvolkes, von Schauenburger Grafen, die von Karl dem Großen mit dem Landstrich belehnt wurden, beendet und neue Bevölkerungsgruppen angesiedelt. Damit war die Zeit der Wenden beendet. Übrig geblieben sind nur die imposanten Hügelgräber und Erdwälle ihrer Festungsanlagen. Im Mittelalter entwickelte sich Hohwacht zeitweise zu einem wichtigen Handelsort z.B. für Pferde aus Dänemark, und allerhand Waren für das aufstrebende Bürgertum in den umliegenden Städten. Auch die Fischer profitierten davon. Konnten sie so doch ihre Waren schneller an den Kunden bringen, als noch vor einigen Jahren. Mit dem Ausbau der Landwege und der Inbetriebnahme der Eisenbahn verlor aber Hohwacht mehr und mehr an Bedeutung als Handelsort und verfiel wieder in einen Dornröschenschlaf. So blieb in diesem Ort vieles wie es war. Die Fischer gingen ihrem Tagwerk nach, die Bauern schafften auf den umliegenden Äckern und die Frauen kümmerten sich um Haus und Hof. Und immer öfter auch um die zahlreich anreisenden Sommerfrischler und Kurgäste. Erst in Haßberg und später in Hohwacht.

Entwicklung des Tourismus
Der Tourismus entwickelte sich eher langsam in der Hohwachter Bucht. Und bevor das heutige Ostseeheilbad Hohwacht ein beliebter Zielort für Badeurlauber wurde, erlebte das kleine Dörfchen Haßberg eine Blütezeit. Hier entstand zu einer Zeit, in der das Baden im Meer noch für überaus gefährlich gehalten wurde, ein kleines aber weithin bekanntes Kurzentrum. Am großen Binnensee wurde ein Strand angelegt, auf dem "Tempelberg" entstand ein kleiner Aussichtspavillon und ein großzügig gestaltetes Kurhaus wurde gebaut. Abends kehrten die Gäste dann in eins von lediglich zwei existierenden Wirtshäusern ein, um sich die Zeit zu vertreiben. Leider ist heute nichts mehr erhalten von dem Pavillon auf dem Tempelberg und auch das Kurhaus existiert nicht mehr. Was sich aber Haßberg bewahren konnte, ist der einzigartige Charme eines kleinen Dorfes mit einer recht großen Vergangenheit. Als dann die Sommerfrischler immer zahlreicher wurden und vor allem die Naturmedizin in Form der frischen Luft und des Ostseewassers, immer mehr an Popularität gewann, begann auch die Entwicklung Hohwachts vom Fischerdorf zum Ostseeheilbad. Alteingesessene Fischerfamilien stellten die ersten Fremdenzimmer für ihre Gäste zur Verfügung. Und teilweise wurde den Sommer über die eigene "gute Stube" geräumt, um diese dann den Gästen zu überlassen. Dadurch entstand ein so enger familiärer Kontakt, dass sich über Jahre andauernde Freundschaften entwickelten. Und nachdem Hohwacht auch den Strand von Lütjenburg zurück kaufen konnte, dieser wurde einst nach und nach von der aufstrebenden Stadt gekauft, das Baderecht erhielt und sich die ersten kleinen Pensionen ansiedelten, stand der Entwicklung eines professionellen Tourismusgeschäftes nichts mehr im Wege. Aber trotz dieser Entwicklung, hat sich Hohwacht seinen jahrhundertealten Charme und das Flair eines typisch norddeutschen Bades bewahrt. Nicht zuletzt auch dadurch, dass in der Gemeindesatzung schon zu Urzeiten festgeschrieben wurde: "...kein Haus wird höher gebaut als die Bäume in Hohwacht sind...."

Badewesen
So wie sich auch der Saisontourismus nach und nach und nur mit zunehmendem Fortschritt entwickelte, so brauchte auch das Bäderwesen in Hohwacht eine gewisse Anlaufzeit. Es bedurfte schließlich erst der Entdeckung und Bekanntmachung der heilenden Kräfte von Ostseewasser, Meerbrise und Klima bis sich dieser Wirtschaftszweig einstellte. In den Anfängen fand dieser Tourismus, wie bereits angesprochen, in Haßberg statt. Doch der Gutsherr vom Gut Neudorf empfand den Tourismus störend und setzte durch, dass das Logierhaus am Tempelberg und der Pavillon auf dem Tempelberg abgerissen wurden. Mit der Zeit und zunehmender Reiseerfahrung der Gäste verlagerte sich das touristische Gesche- hen nach Hohwacht. So wurde in den fünfziger Jahren des 20. Jh. beschlossen, dass in Neu-Hohwacht für den Kurbetrieb ein "Haus des Kurgastes" mit Veranstaltungsraum und ein Kurpark anzulegen sind. Außerdem sollte dann auch in absehbarer Zukunft ein Schwimmbad errichtet und Wanderwege angelegt werden. All diese Beschlüsse wurden auch in die Praxis umgesetzt und so war es Hohwacht möglich die etwas anspruchsvolleren Kurgäste zu empfangen. Und alle diese Bemühungen gipfelten über dreißig Jahre später, am 13. Februar 1986 in der Verleihung des Titels Ostseeheilbad. Seitdem bietet Hohwacht seinen Kurgästen Indikationen für die Heilung und Prävention der unterschiedlichsten Leiden. Und auch das Kurmittelzenrum wurde unter einem neuen Eigentümer wiedereröffnet. Leider ist das Schwimmbad heute nicht mehr in Betrieb, aber wer weiß, in Schleswig- Holstein braucht eben alles so seine Zeit.

Gildekultur
In Schleswig- Holstein werden viele sehr alte und regional unterschiedliche Traditionen mit Hingabe gepflegt. Eine der ältesten und bedeutsamsten von ihnen sind die Gilden. Entstanden als Versicherung für die unterschiedlichsten Notfälle die hätten eintreffen können. Daher auch Namen wie Kuh- oder Schweinegilde. Die wohl bekanntesten sind jedoch die Totengilden. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um die Abhaltung irgendwelcher heidnischer Opferbräuche. In Totengilden trat man ein, um die Gewissheit zu haben, dass man als Verstorbener ein standesgemäßes Begräbnis erhält. Denn in der Entstehungszeit der Gilden konnten sich das nur die Wenigsten leisten. Für diese Absicherung wurde bei Eintritt eine Gebühr bezahlt und daraufhin jedes weitere Jahr ein bestimmter Beitrag in die Kasse der Gilde bezahlt. Und je länger der Zug der Gildebrüder bei einem Begräbnis eines Kameraden ist, um so höher war sein Ansehen zu Lebzeiten. Diese Tradition wird auch heute noch intensiv gepflegt. Und auch noch jedes Jahr wird bei einem Wettstreit der Gildekönig ermittelt. Dieser muss sich in einem Wettbewerb als bester Schütze (am Gewehr) beweisen. Und ist der Wettkampf gewonnen, so ist es die erste Pflicht des neuen, oder auch alten, Königs seinen Gildebrüdern eine Runde zu spendieren. Vor dem Wettstreit treffen sich die Gildebrüder auf dem Gut Neudorf zum zünftigen Gildefrühstück mit Salzkartoffeln, Schinken, Frikadellen und einem Köm. Und dann geht´s von Neudorf aus zu Fuß nach Hohwacht, durch den Ort nach Alt- Hohwacht, über die Steilküste zurück nach Neu- Hohwacht. Dort wird das Königsfrühstück, meist ein ausgedehntes Fischgelage, genommen. Und das die Holsteiner auch feiern können, dass sieht man spätestens nach dem Schießen. Denn dann wird die Tradition der Gilde besonders intensiv bei Köm, Bier und Tanz gepflegt.

Seeräuber
Nicht nur die Kaufleute und Fischer wussten die Bucht von Hohwacht für ihre Zwecke zu nutzen und zu schätzen. Der Legende nach trieben sich hier auch die verschiedensten Seeräuber und Ganoven rum. So ist überliefert, dass Margarete von Dänemark, die unter ihrem Namen "Schwarze Greet" die Kaufleute auf Nord- und Ostsee in Angst und Schrecken versetzte, auch vor Hohwacht ankerte und hier auch desöfteren an Land ging. Dabei nahm sie auch immer ihr Pferd mit. Und der Pfahl an dem die "Schwarze Greet" ihr Pferd immer angebunden hatte, der wurde erst nach Kriegsende aus lauter Not verheizt. Selbst der wohl bekannteste Pirat der Ostsee, Klaus Störtebeker, soll sich hier versteckt gehalten haben. Der Große Binnensee bot ihm hierfür eine perfekte Landschaft. Und man kann sich bei einem Blick über das Gewässer lebhaft  vorstellen, wie Störtebeker inmitten seiner Mannschaft grölend und trinkend feierte und ständig bereit war ein Schiff eines reichen Kaufmannes zu kapern.

 

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